Im THG-Quotenmarkt setzte sich das erhöhte Preisniveau in KW 20 und 21 insgesamt weiter fort. Gleichzeitig blieb die Handelsaktivität über weite Teile beider Wochen vergleichsweise gering. Insbesondere in KW 21 zeigte sich ein insgesamt ruhiger Markt. Trotz der durch die Beschlüsse von Bundestag und Bundesrat geschaffenen regulatorischen Klarheit blieb die Nachfrage auf dem aktuellen Preisniveau weiterhin begrenzt.
Eine erhöhte Handelsaktivität war insbesondere rund um den 08. Mai 2026 zu beobachten. In diesem Zusammenhang zog vor allem das Preisniveau für THG-Zertifikate des Handelsjahres 2027 weiter an. Während sich die Preise am 07. Mai noch zwischen 340 und 350 €/t CO2eq bewegten, wurden im weiteren Verlauf sowie in der darauffolgenden Woche Preisniveaus gehandelt, die rund 30 €/t CO2eq (375-385 €/t CO2eq) darüber lagen. Die Entwicklung deutet darauf hin, dass die ambitionierteren Quotenvorgaben zunehmend im Markt eingepreist werden.
Für No Cap THG-Zertifikate des Handelsjahres 2026 bewegten sich die Preise in KW 20 überwiegend zwischen 470 und 480 €/t CO2eq. In KW 21 zeigte sich hingegen eine leichte Abschwächung des Preisniveaus auf eine Spanne zwischen 460 und 470 €/t CO2eq. Der GJ-Preis für die fortschrittliche Unterquote blieb weiterhin weitgehend unterhalb von 0,5 €/GJ.
Im Handelsjahr 2025 bewegten sich die Preise für THG-Zertifikate in den vergangenen beiden Wochen überwiegend zwischen 340 und 360 €/t CO2eq. Nachdem sich das Preisniveau Anfang Mai noch zwischen 280 und 300 €/t CO2eq bewegte, kam es am 08. Mai zu einem deutlichen Preisanstieg auf ein Niveau zwischen 330 und 360 €/t CO2eq. Dieses Preisniveau konnte sich im weiteren Verlauf der beiden Wochen weitgehend stabilisieren.
Auch das Preisniveau für doppelt anrechenbare fortschrittliche THG-Quoten entwickelte sich weiter dynamisch. Nachdem Zertifikate zunächst noch zwischen 590 und 640 €/t CO2eq gehandelt wurden, stiegen die Preise im weiteren Verlauf deutlich an und bewegten sich in den vergangenen beiden Wochen zwischen 680 und 720 €/t CO2eq.
Mit Blick auf das Handelsjahr 2025 rückt zudem die Abgabefrist für die Jahresquotenanmeldung am 01. Juni näher. Die Frist wurde im Zuge der RED III-Umsetzung dauerhaft auf den 01. Juni verschoben und in diesem Jahr erstmals nicht erneut verlängert. Damit steht das Handelsjahr 2025 kurz vor dem Abschluss. Nachfragen im Markt deuteten bis zuletzt auf bestehende Kaufabsichten für 2025er GJ-Mandate hin, was auf stellenweise Unterdeckung einzelner Akteure hindeutet.
