Der Handel am THG-Quotenmarkt war in der KW 40 zunächst von Zurückhaltung geprägt. Die zum 1. Oktober vorgesehene Energiesteuersenkung sorgte für Unsicherheit unter den Marktteilnehmern. Insbesondere die möglichen Auswirkungen auf den Absatz fossiler Kraftstoffe und den damit verbundenen Bedarf an THG-Minderungen wurden unterschiedlich eingeschätzt. Dies dämpfte die Bereitschaft zu neuen Abschlüssen.
Gleichzeitig verschärften die niedrigen Wasserstände des Rheins bei Kaub die angespannte Logistiksituation. Die damit verbundenen Einschränkungen hinsichtlich der Versorgung mit Biokraftstoffen beeinflussten das Marktgeschehen zusätzlich und wirkten sich weiterhin preisstützend auf THG-Zertifikate aus.
Auch die unterschiedlichen Preisvorstellungen zwischen Anbietern und Nachfragern erschwerten den Handel. Während die Verkäuferseite weitgehend an ihren Forderungen festhielt, spekulierten einige quotenverpflichtete Unternehmen auf eine Verbesserung der Transportbedingungen und damit einhergehende Preisrückgänge. Im weiteren Wochenverlauf nahm die Nachfrage jedoch wieder leicht zu. Insbesondere mit dem Beginn des letzten Quartals traten einige verpflichtete Unternehmen am Markt auf.
In der KW 41 setzte sich die verhaltene Marktstimmung zunächst fort. Allerdings deuteten aktualisierte Wasserstandsprognosen auf eine mögliche Entspannung der Rheinschifffahrt hin. Die Aussicht auf eine bessere Verfügbarkeit von Biokraftstoffen veranlasste einige Marktteilnehmer auf der Angebotsseite dazu, ihre Preisforderungen zu reduzieren. Eine deutliche Belebung der Nachfrage blieb zunächst aus.
Zunehmend in den Mittelpunkt rückten hingegen THG-Zertifikate für das Erfüllungsjahr 2027. Hintergrund war die Erwartung vieler Marktakteure, dass das Preisniveau in den kommenden Jahren wieder ansteigen könnte.
Die insgesamt schwache Nachfrage spiegelte sich auch in der Preisentwicklung wider. Für das Erfüllungsjahr 2026 wurden zu Beginn der KW 40 noch Preisniveaus von 510 bis 515 €/t CO2eq aufgerufen. Bis zum Ende der KW 41 gingen diese auf rund 490 €/t CO2eq zurück. Die fortschrittliche Unterquote für 2026 blieb bei unter 0,5 €/GJ.
Für das Jahr 2027 lagen die Preise in KW 40 zwischen 420 und 430 €/t CO2eq und in KW 41 zwischen 410 und 425 €/t CO2eq.
Die Preise für 2028 lagen in KW 40 und 41 zwischen 450 und 465 €/ CO2eq.
