THG-Quotenmarkt: Preisentwicklung, zunehmender Fokus auf das Verpflichtungsjahr 2027

Zu Beginn der KW 34 zeigte sich das Handelsgeschehen am THG-Markt zunächst verhalten. Ausschlaggebend waren verbesserte Prognosen für die Rheinpegel, die bei vielen Marktteilnehmern zu einer abwartenden Haltung führten. Höhere Wasserstände könnten die Möglichkeiten zur physischen Erfüllung der THG-Quote zumindest vorübergehend verbessern und wirkten damit dämpfend auf die kurzfristige Nachfrage. Das Interesse an Zertifikaten des Handelsjahres 2027 war zwischenzeitlich höher als im aktuellen Verpflichtungsjahr. Dies deutet darauf hin, dass Unternehmen zunehmend für diesen Zeitraum planen. Gegen Mitte beziehungsweise Ende der Woche nahm die Marktaktivität wieder zu, nachdem Verkäufer ihre Preisvorstellungen teilweise nach unten angepasst hatten.

Auch die KW 35 begann mit einem insgesamt ruhigen Handelsgeschehen. Viele Marktteilnehmer hielten zunächst an ihrer abwartenden Haltung fest und rechneten weiterhin mit einer Verbesserung der Wasserstände am Rhein. Im weiteren Wochenverlauf verschlechterten sich die Prognosen für die kommenden Tage jedoch wieder. Dies stützte sowohl die Nachfrage nach THG-Zertifikaten als auch das Preisniveau, sodass sich das Handelsgeschehen im Vergleich zum Wochenbeginn wieder etwas belebte.

Die Preise für No Cap THG-Zertifikate des Verpflichtungsjahres 2026 bewegten sich in den Kalenderwochen 34 und 35 in einer Spanne von 490 bis 525 €/t CO2eq. Die fortschrittliche Unterquote 2026 blieb unverändert bei unter 0,5 €/GJ.

Für das Verpflichtungsjahr 2027 lagen die Preisindikationen zwischen 410 und 425 €/t CO2eq und damit über dem Niveau der beiden Vorwochen, in denen sich die Indikationen überwiegend in einer Spanne von 395 und 415 €/t CO2eq bewegten.

Die Preisindikationen für das Verpflichtungsjahr 2028 blieben unverändert und lagen zwischen 435 und 445 €/t CO2eq.Im aktuellen Handelsgeschehen spielte dieses Verpflichtungsjahr weiterhin kaum eine Rolle.